Heidbergsmühle
40668 Meerbusch-Lank

Die Heidbergsmühle konnte 1752 in Betrieb genommen werden. Bis zu diesem Zeitpunkt war die Lanker Bevölkerung durch den sogen. Mühlenbann gezwungen, ihr Mehl in der Geismühle in Oppum zu mahlen. Immer wieder versuchten sie, den Erzbischof dazu zu bewegen, ihnen das Recht zu gewähren, eine eigene Mühle zu bauen. Immerhin als Teilerfolg kann man werten, dass der Bann ab 1720 insoweit aufgehoben wurde, als dass alternativ zur Geismühle auch die Wassermühle in Linn benutzt werden durfte. 1750 wurde dann die lang ersehnte Genehmigung durch den Kurfürsten erteilt; die Bannverpflichtung entfiel.

Quelle: Meerbusch - Die Geschichte der Stadt und der Altgemeinden, im Auftrag der Stadt Meerbusch herausgegeben von Peter Dohms 1991

Die Mühle wurde zunächst mit Wind, in den Jahren 1886 bis 1904 bei Windstille mit Dampf betrieben. Der Betrieb lief bis 1924. Im Laufe der Jahre, wann genau weiß ich leider nicht, verlor sie ihre Ruten. Mittlerweile befindet sie sich in Privatbesitz und ist vermietet. Zurzeit (2010) dient sie ihrem Mieter als Proberaum und Atelier. Die abgeschiedene, ländliche Lage wissen auch Falken und Käuzchen zu schätzen. Danke für die Mithilfe an Dirk Tobien: http://www.tobien.de/

Oktober 2010

Landleben und Brauch - Alltagsgeschichten im Gebiet des früheren Amtes Lank herausgegeben von Peter Dohms 1998

Quelle: Landleben und Brauch - Alltagsgeschichten im Gebiet des früheren

Amtes Lank herausgegeben von Peter Dohms 1998

Oktober 2010

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