Fortuna-Camping in Binau am Neckar

Nachdem der Aufenthalt im August/September 2016 in Waging am See zwar nett war, uns aber für volle drei Wochen nicht zusagte, haben wir uns kurzfristig noch einen Campingplatz auf dem Weg nach Hause Richtung NRW gesucht. Fündig wurden wir in dem kleinen Ort Binau am Neckar. Auf unsere Anfrage nach einem großen Platz hatte man uns den Platz Nr. 56, der von einem Dauercamper verlassenen worden war und direkt am Neckar lag, zugewiesen.
Leider kamen wir zu spät - genau in der absolut strikten Mittagsruhe - an; will heißen: Einfahrt zu, Rezeption zu. Dass dies streng eingehalten wird, wussten wir aber vorher. Also haben wir in der Wartezeit das kleine örtchen Binau ein wenig erkundet. Um 15.00 Uhr pünktlich öffnete dann der Sohn des Hauses die Rezeption, und wir erledigten die Anmeldung.
Die Einfahrt mit unserem Navara und dem Wohnwagen war etwas eng, aber zu bewältigen. Auch die Zufahrt zu den einzelnen Plätzen ist recht eng bemessen. Man kann nicht viel ausholen oder ausweichen, weil einige Camper nicht nur ihren Vorgarten - absolut verständlicherweise - mit Pflanztöpfen abgeschottet haben, sondern zusätzlich auch noch den ihren Plätzen gegenüberliegenden Rasenstreifen am Neckar. Trotzdem standen wir wenig später auf einem wirklich schönen und großzügigen Platz…… von der Größe her kein Vergleich zu dem Platz, den wir in Waging hatten.
Die Sanitärgebäude sind recht klein, (wir hatten das Sommersanitärgebäude quasi um die Ecke) aber immer sauber. Schön, dass die Urlauber auf die Mülltrennung hingewiesen werden und sogar - wenn nicht selbst mitgebracht - gelbe Säcke bekommen. Das ist nicht überall so. Wenn nun noch die Dauercamper ihre Grill- und Feuerkorbasche nicht im Neckar, sondern auch im Müll entsorgten, wäre das toll. ;-)
Die Nähe zur Bundesstraße haben wir nicht als störend empfunden. Nachts ist sehr wenig Verkehr, und es war nicht so laut wie es z.B. streckenweise an der Mosel ist.
Ein kostenloses kleines Schwimmbad ist ebenso am Platz, wie ein Kinderspielplatz und Ballplatz. Es gab auch Gäste, die das Schwimmbad des Platzes nicht nutzten und im Neckar schwimmen gingen. Viele hatten auch ihre Boote dabei und nutzten die platzeigene Slipanlage. Das Restaurant am Platz (kleine Speisekarte, aber leckere Gerichte) hatte nun gegen Ende der Saison nicht mehr täglich auf, was aber kein Problem war, da schräg gegenüber in Binau im "Sonneneck" ein griechischer Italiener oder italienischer Grieche? tolles Essen zu einem guten Preis anbietet. Sehr zu empfehlen! Den Brötchen-Service am Platz haben wir nur einmal genutzt (1 Brötchen = 0,50€), denn nach 2 min. Fußweg kann man in Binau beim Bäcker, der allerdings nur vormittags öffnet, unter anderem auch frische Brötchen kaufen (1 Brötchen = 0,32 €).
Die Zeit hier verbrachten wir mit Ausflügen zum Technikmuseum Sinsheim (kurze Entfernung), nach Heidelberg, in verschiedene schöne Fachwerkstädtchen längs des Neckars (sehr zu empfehlen und - für unseren Geschmack hübscher und weniger überlaufen als Heidelberg z.B.), Burgenbesichtigungen und mit Paddeln. Auch hier haben wir mehr das Auto als die Räder genutzt. Ein schöner Radweg ist wohl auf der anderen Seite des Neckars, oder oberhalb von Binau. Auf "unserer" Seite führte ein Weg lang und öde längs der Bundesstraße, mit ein paar kurzen Unterbrechungen, wo es mal ein wenig unmittelbar am Neckar entlang ging.
Fazit zu Binau: Ein entspannter Urlaub in netter Atmosphäre. Freundliche Betreiber, die alle Gäste vorbildlich betreuen. Sanitäranlagen klein aber sauber, tolle Lage, in der Umgebung viel zu erkunden, angemessene Pauschalpreise, Abreise bis 11.00 Uhr oder unter Zahlung eines halben Tagespreises bis 18.00 Uhr (finden wir persönlich sehr gut). Noch ein Plus: für die weniger gut ausgestatteten Paddler oder Zelter gibt es im kleinen platzeigenen Shop Leihkühlakkus.

Blick von unserem Platz auf den Neckar